Bereits seit Jahren wird der Besuch einer Sauna bei vielen Menschen immer beliebter. Nicht nur Sportler sind dazu übergegangen, einen wöchentlichen Saunabesuch in ihr Leben zu integrieren. Obwohl sich viele Menschen etwas Ähnliches unter dem Begriff Sauna vorstellen, ist es in der Vergangenheit oft zu Veränderungen von Bau- und Nutzungsweise der Sauna gekommen. Hierbei hat sich insbesondere die Temperatur geändert, die mithilfe des Saunaofens inmitten der Sauna erzeugt wird. Während diese anfangs lediglich bis auf 80 Grad Celsius ansteigen konnte, gibt es aktuell Saunen, in welchen eine Temperatur von über 105 Grad Celsius vorherrscht. Ursprünglich war das Saunieren eine finnische Tradition, die nahezu ausschließlich in dieser Region der Erde praktiziert wurde. In Deutschland nimmt die Sauna jedoch einen völlig anderen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft ein als in Finnland. Dennoch ist aktuell die Entwicklung zu beobachten, dass die Sauna sich auch im deutschsprachigen Raum einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut und immer mehr deutsche Haushalte eine eigene Sauna in ihre Häuser einbauen lassen. Aus diesem Grund ist es in den letzten Jahren zu einer vermehrten Gründung von Herstellungsbetrieben gekommen. Welche Varianten von Saunas gibt es? Man unterscheidet grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Arten von Saunen. Neben dem Dampfbad gibt es ebenfalls die finnische Sauna, das feuchte Warmluftbad und die Textilsauna.  Im deutschsprachigen Raum wird das Dampfbad häufig auch als Nebelsauna bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Sauna, die nur mit sehr niedrigen Temperaturen arbeitet. Mit zunehmender Verbreitung der Saunakultur haben sich unterschiedliche Bauweisen etabliert. Aktuell unterscheidet man vor allem zwischen der römischen, türkischen, russischen und japanischen Dampfsauna .

Diese Form des Saunierens zeichnet sich vor allem dadurch aus, das sich kein Ofen direkt im Aufenthaltsraum befindet und der heiße Dampf lediglich in den Raum der Sauna geleitet wird. Dabei herrscht ständig eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit. In der klassischen finnischen Sauna hingegen finden deutlich mehr Menschen Platz und der Ofen befindet sich direkt in dem Aufenthaltsraum. Die Saunierenden können hierbei nach Belieben wählen, welche Luftfeuchtigkeit sie für besonders angenehm halten. Durch das Aufgießen von Wasser auf den Ofen verdunstet dieses und erhöht sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch die gefühlte Temperatur. Dieses Wasser kann ebenfalls mit ätherischen Ölen versetzt werden, um besonders positive Auswirkungen auf die Gesundheit zu erzielen. Das feuchte Warmluftbad ähnelt in seiner Bauweise stark der klassischen finnischen Sauna. Der Unterschied besteht hierbei daran, dass in diesem eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit sowie eine wesentlich geringere Temperatur vorherrschen. Auch in dieser Sauna befindet sich ein Ofen, auf welchen ätherische Öle aufgegossen werden können. Darüber hinaus zeichnet sie sich insbesondere durch eine spezielle Beleuchtung aus, welche die Gesundheit der Besucher mithilfe einer Lichttherapie fördern soll. Letztlich hat sich vor allem in Deutschland die Textilsauna stark etabliert. Im Gegensatz zur Saunakultur im restlichen Teil der Welt, wird die Sauna in Deutschland gern mit Kleidung betreten. Diese Entwicklung setzte ein, weil Deutsche oftmals ein starkes psychisches Unwohlsein beim nackten Betreten einer Sauna empfinden. Da diese Saunen oftmals an Schwimmbäder angeschlossen sind, gelangte das in der Kleidung befindliche Chlor ebenfalls in die Sauna und verbreitete sich in der Atemluft. Um das Entstehen gesundheitlicher Schäden zu vermeiden, verfügen Textilsaunas über einen zusätzlichen Filter, der das Chlor aus der Raumluft herausfiltert. Darüber hinaus herrschen in der Textilsauna wesentlich geringere Temperaturen sowie eine geringere Luftfeuchtigkeit, um die getragene Kleidung nicht zu beschädigen. Wie wird eine Sauna vom Hersteller gebaut? Es gibt zahlreiche unterschiedliche Methoden, wie eine Sauna vom Hersteller gebaut werden kann. Hierbei unterscheidet man vor allem zwischen dem Einbau der Saunen in Innenräumen sowie dem Aufbau der Sauna im Freien. Bei Massivsaunen werden hierbei massive Holzbohlen verwendet, die zu einem hitzedichten Wandaufbau zusammengepresst werden müssen. Der Hersteller muss vor allem darauf achten, dass die Wärmedämmung der Sauna makellos funktioniert. Dabei muss jedoch stets darauf Wert gelegt werden, dass reines Massivholz verwendet wird. Nur dieses natürliche Material erlaubt es, die Flüssigkeit aufzunehmen und an die Außenluft abzugeben. Dadurch wird das Entstehen von Schimmel im Innenraum vermieden. Elementsaunen hingegen werden mehrlagig aufgebaut und dabei aufwändig gedämmt. Auch bei den Wärmequellen stehen den Herstellern viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Häufig verwendet man hierfür entweder einen Elektroofen oder einen Holzofen. Darüber hinaus werden einige Saunen jedoch auch mit einem offenen Holzfeuer oder Infrarotlichtern betrieben. Die Wahl der Wärmequelle hat dabei eine enorme Auswirkung auf das Klima der Sauna während der Benutzung.

Teilen